Sonderheft Casanova 2015/01

Spielsucht, Frauen und Gefängnis

Haupt-Themen dieser Ausgabe:
 
Der Venezianer - Wie seine Heimatstadt Venedig Casanovas Lebensgefühl prägte
Lehrjahre einer Legende - Kindheit und Jugend
Die Jagd nach Geld - Casanova und das Glücksspiel
Die Flucht aus den Bleikammern - Beginn eines Mythos
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - Casanovas Haltung zur Aufklärung
Der rastlose Verführer - Die Frauen in seinem Leben
Gefahren der Promiskuität - Wie sich das galante Zeitalter vor der Syphilis schützte
In der High Society - Casanovas Begegnungen mit Päpsten, Königen, Voltaire und anderen Berühmtheiten
Im Bann der Dämonen - Casanova als Alchemist
Der Wissenschaftler - Casanovas Interesse für Medizin, Bergbau und Elektrizität
On the road again - Warum Casanova ständig auf Achse war
Inzest und Rauchverbot - Sechs unbekannte Seiten
Casanova als Spitzel - Seine Arbeit für die Staatsinquisition
Endstation Böhmen - Lebensabend als Bibliothekar
Die Memoiren - Aus Literatur wird Pornografie
Noch mehr Lust und Laster - Die geheimen Tagebücher von Weinsberg, Pepys und Boswell
Die große Leere - Casanova als Filmheld
Warum Casanova heute fasziniert - Der britische Schauspieler und Casanova-Biograf Ian Kelly im Interview
 
 
Casanova – Spielsucht, Frauen und Gefängnis
 
“Da ich mich für das andere Geschlecht geboren fühlte, habe ich es stets geliebt.” Als Verführer scheint uns Casanova vertraut, doch kennen wir ihn wirklich? Er war kein “Aufreißer” oder Pick-up Artist, wie man die Spezies jagender Männer heute nennt. Er schätzte und respektierte die Frauen, gepflegte Konversation gehörte bei ihm zum Liebesspiel. Zu den vielen Schönheiten, die er bewunderte, zählte auch die 13-jährige Louise O’Murphy (Titelbild), die Geliebte des französischen Königs Ludwig XV. Doch in den Zeiten der Syphilis war Promiskuität ein riskantes Spiel: Wie viele seiner Zeitgenossen war auch Casanova Opfer dieser lebensbedrohenden Krankheit.
“Süß ist es, alles zu wissen.” Seine außergewöhnlich Bildung und Intelligenz zogen die Menschen in den Bann des Venezianers: Theologie, Medizin, Chemie oder Hydraulik und Kryptologie – er konnte bei jedem Thema mitreden. Neben den berühmten Memoiren hinterließ uns Casanova auch eine Geschichte Polens und eine mathematische Abhandlung über das sogenannte delische Problem – die Verdopplung eines würfelförmigen Körpers.
“Wer das Leben nicht liebt, ist des Lebens nicht würdig!” In der Freude am Diesseits ist Casanova ein Kind seiner galanten Epoche. Und Frauen waren nicht sein einziges Laster. Mindestens genauso liebte er exquisites Essen, Glücksspiel und mondäne Gesellschaften. Für meine Kollegin Sabine Anders, die für dieses Heft federführend war, ist aber ein anderer Aspekt von Casanova am faszinierendsten: “Seine instinktive, hartnäckige Überzeugung, dass für ihn immer alles gut enden würde.” Vielleicht war dies das Geheimnis seines Erfolges.
 
 

 

 

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