G/GESCHICHTE PORTRÄT 2018

Weltstadt und Sündenbabel

Hauptthemen dieser Ausgabe

Spree-Athen und Babylon Bilder einer Großstadt – Metropole der Nacht Intime Einblicke in die wilden Zwanziger Jahre – Im Zeichen des Bären Die Geburt Berlins – Gekommen, um zu bleiben Die Hugenotten: Eine preußische Erfolgsgeschichte – Vom Pesthaus zum Forschungszentrum Kleine Chronik der Charité – Napoleon entführt die Quadriga Das Brandenburger Tor als Beutekunst – Auf die Barrikaden Märzrevolution an der Spree – Glanz und Elend Eine Audienz im kaiserlichen Berlin – Eine Stadt steht unter Strom Elektrisierende Visionen bei Siemens und AEG – Blick ins „Milljöh“ Die Welt des Malers Heinrich Zille – Das Schelmenstück von Köpenick Ein Hochstapler in Uniform amüsiert selbst Seine Majestät – Diva von der Spree Rendezvous mit Marlene Dietrich – Promi-Spotting von Albers bis Einstein Wo sich die Hautevolee der Hauptstadt versteckt – Propaganda und Spektakel Die Olympischen Spiele von 1936 – Der Killer von Rummelsburg Ein Serientäter agiert im Schutz der Verdunklung – Der Mut eines Einzelnen Ein Polizist rettet die Neue Synagoge – Tod und Trümmer Apokalypse 1945 – Die Luftbrücke Besatzer werden zu Beschützern – Operation Gold Ein Spionagetunnel unter der Zonengrenze – „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ Als das SED-Regime seine Bürger einsperrt – Anarchie im Schatten der Mauer Berlin entdeckt den Punk – Im Interview: Gregor Gysi Über seine Jugend in der DDR und wie er den Mauerfall erlebte – Der Mauerfall Das Wunder von Berlin – Die Welt zu Gast Berliner Kulinarium – Was bringt die Zukunft? Von ewigen Baustellen und zornigen Mietern

Tempo, Vergnügen, Laster — das Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger ist wieder in Berlin angesagt. Auf Themenpartys wird Charleston getanzt, Absinth geschlürft und für ein paar Stunden flüchtet man aus der zuweilen biederen Gegenwart ins aufregende „Babylon Berlin“. Vielleicht war Berlin niemals so berauschend wie in den Tagen von Marlene Dietrich, Josephine Baker und Bertolt Brecht. Doch ein Blick auf die Gemälde von Otto Dix zeigt die Zerrissenheit dieser Tage. Vor den mondänen Tanzpalästen vegetiert das Elend: Bettler, Kriegsversehrte, Männer und Frauen, die sich verkaufen müssen.

Die Geschichte hat die Stadt immer wieder überrollt. Erst alliierte Bomber und russische Panzer, dann Blockade, Kalter Krieg und Mauerbau. Zwei Universitäten, zwei Flughäfen, zwei Zoos – die Spaltung der Stadt schien irreversibel. Das Wunder kam über Nacht vom 9. zum 10. November 1989, als die Mauer fiel und der Weg in eine geeinte Zukunft offenstand.

Berlin erlebte seine neuen Gründerjahre, als 1991 beschlossen wurde, den Regierungssitz vom Rhein an die Spree zu verlegen. Berlin ist heute „sexy“, ungemein kreativ und das kulturelle Angebot ist so vielfältig wie das kulinarische. Menschen aus allen Teilen der Welt schlagen in der märkischen Erde Wurzeln. Obgleich mehr als 200 Jahr alt, ist das Bonmot des fränkischen Dichters Jean Paul (* 1763, † 1825) aktueller denn je: „Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt“.

Jetzt das Einzelheft sichern!

Ihre Vorteile im Abo

  • Keine Zustellgebühr
  • Keine Ausgabe verpassen
  • Vertrauensgarantie

 

 

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.