Sonderheft Martin Luther

Wie die Reformation Deutschland veränderte.

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Bühne für den Glaubensstreit: In Augsburg spielten Schlüsselszenen der Reformation – Wie Luther sich veränderte: Erst Mönch, dann Reformator.Ein Mann sucht nach Antworten– Im Angesicht des Teufels: Luthers Kindheit – Das Ende ist nah: Die Bilderwelt Boschs –»Wes Brot ich ess«: Luthers Deutschland war ein Politischer Flickenteppich – Kinderseite: Zwei Kirchen, ein Glaube – Der Weg ins Kloster: Luther im Schoß der Kirche – Wittenberg: Alles in Luther – Aus Luder wird Luther: Eine gefährliche Erkenntnis –Wie Luther alles veränderte: Die Folgen der Kirchenspaltung– Humanismus: Warum die Reformation nicht aus heiterem Himmel kam– »Dieser kleine Grieche«: Philipp Melanchthon – Politik macht Glaube: Das Wormser Edikt und seine Auswirkungen– »Dessauer Abendmahl«: Zeugnis eines Umbruchs– #Reformation: Eine Medienrevolution– Auf der Wartburg: Luther übersetzt die Bibel– Ein Fürst wie ein Murmeltier: Friedrich der Weise– Vom Bruder zum Vater: Luther gründet eine Familie – Leben um zu arbeiten: Ein protestantischer Lifestyle – Das schlimmste Vermächtnis: Luther und die Juden– Den Pöbel treiben: Warum Luther für die Todesstrafewar – Das Zeitalter der Konfessionen: Katholiken gegen die Reformation – Auch ohne Luther eine Reformation: Kirchenhistoriker Albrecht Beutel im Interview – Ab ins Museum: Nationale Sonderausstellungen Playmobil und–Protestant-O-Mat: Tipps zum Reformationsjubiläum

1517 erhält der Mainzer Erzbischof provokante Post, unterschrieben von einen Augustinermönch aus Wittenberg, der gerade seinen Namen von Luder zu Luther geändert hat. Luther, abgeleitet vom griechischen Wort eleutherios (der Freie), war ein »Kampfname« und die 95 Thesen des Schreibens waren eine Kriegserklärung an die päpstlichen Ablasshändler: Mit Geld könne man sich nicht von den Sünden freikaufen, nur Gott allein hätte die Kraft der Vergebung.Ein Jahr später wird Luther nach Augsburg zitiert, um sich dort vor dem Abgesandten der Kurie, Kardinal Cajetan, zu rechtfertigen. 

Die Reformation entwickelt eine Eigendynamik, die nicht zu stoppen ist. Immer mehr Fürsten und Städte wechseln ins evangelische Lager. Und nicht nur in Glaubensfragen verändert der »Luthereffekt« Deutschland –auch in der Wirtschaft oder in der Rechtsprechung, wie der Historiker Peter Schuster in seinem Beitrag dokumentiert (Seite 72). Ein Versuch, das Zusammenleben zwischen beiden Konfessionen friedlich zu regeln, ist der Augsburger Religionsfrieden von 1555 mit seinem berühmten Beschluss cuius regio, eius religio (wessen Land, dessen Religion). 

Doch der Religionsfrieden bleibt Utopie: Im Dreißigjährigen Krieg zerfleischen sich Katholiken und Protestanten. In den folgenden Jahrhunderten belauern sich beide Konfessionen mit Argwohn. Dabei hat auch die katholische Kirche Luther einiges zu verdanken, vor allem die ernsthafte Rückbesinnung auf ihre zentralen Glaubenswerte während der Gegenreformation. Ein guter Grund für Protestanten und Katholiken, das Reformationsjubiläum 2017 gemeinsam zu feiern

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