G/GESCHICHTE Spezial Balkan 2017/01

Der Balkan

Hauptthemen dieser Ausgabe

 

Tor nach Europa Die Balkanroute der Steinzeit – Orpheus’ kriegerische Söhne Schatzsuche im Land der Thraker – Decebalus Ein Dakerkönig gegen das Römische Imperium – Weltkulturerbe Butrint Fast so alt wie die Zeit – Die Macht des Khan Die Geburt Bulgariens – Zwei Brüder, eine MissionKyrill und Method bringen das Christentum – Zar Dušan Die goldenen Jahre des Großserbischen Reichs – Weltkulturerbe Stari Ras Klosterkunst zur Ehre Gottes – Amselfeld anno 1389 Eine Schlacht, ein Mythos – „Schnittpunkt der Religionen“ Interview mit der Balkanexpertin Marie-Janine Calic – Skanderbeg Der albanische Asterix – Draculas Vermächtnis Rumäniens Untote leben noch – Siebenbürgen Auf den Spuren deutschsprachiger Siedler – Roma Lange wurden sie verachtet, aber auch romantisiert – Bastion der Habsburger Kroatiens wilde Grenze – Weltkulturerbe Dubrovnik Das Venedig der östlichen Adria – Spielwiese der Großmächte Als das Pulverfass Europas explodierte – Feldmarschall Tito Gesicht Jugoslawiens und Meister der Realpolitik – Weltkulturerbe Plitvice Wo Winnetou zu Hause war – Land der 200 000 Bunker Albanien unter Enver Hoxha – Srebrenica Das Massaker und die Hintergründe – Die Brücke von Mostar Symbol der Hoffnung – „Abschottung ist eine ineffektive Politik“ Der Politologe Matteo Bonomi über aktuelle Flüchtlingsbewegungen – Schatz am Strauch Rosenernte in Bulgarien.

Amselfeld, Sarajevo oder Srebrenica, der Balkan hat ein Imageproblem. Fast zwangsläufig denkt man an Krisen und brutale Kriege und vergisst dabei, dass viele dieser Konflikte nicht auf dem Balkan entstanden sind, sondern Folge seiner geografischen Lage zwischen Okzident und Orient waren. Über Jahrhunderte lag auf dem Balkan das Schlachtfeld zwischen dem Osmanischen Reich und den Habsburgern. Im 19. Jahrhundert marschierten dann noch die Regimenter des Zaren auf, der sich zum Schutzherren aller slawischen Völker auf dem Balkan erklärt hatte.

Doch zugleich war der Balkan immer auch ein Ort des kulturellen Dialoges. Hier lernten ehemalige Jäger und Sammler von Migranten aus dem Orient die Kunst des Ackerbaus, und die Thraker schufen hier wie ihre griechischen Nachbarn einzigartige Goldschätze. An der Wiege des heutigen Bulgarien stand eine einzigartige Synthese aus asiatischen Steppenreitern und slawischen Kolonisten. Der orthodoxe Glaube der Byzantiner nahm auf dem Balkan ein neues Gesicht an, genauso wie später der Islam, der mit den Türken kam.

Bei allen politischen Problemen darf man die vielen positiven Entwicklungen der letzten Jahrzehnte nicht vergessen. Seit dem Ende der Hoxha-Diktatur können die Albaner wieder frei atmen. Bulgarien, Rumänien, Kroatien sowie Slowenien sind mittlerweile Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Damit ist auch die Forderung nach Integration von ethnischen und religiösen Minderheiten verbunden – eine Chance für neue Brücken zwischen den Welten.

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