G/GESCHICHTE PORTRÄT 2018

Hauptthemen dieser Ausgabe

Selfie mit Charlie G/GESCHICHTE vor Ort an Marx’ Grab in London – Ein Kind seiner Zeit Vater und Sohn: So wuchs Marx auf – Eine Stadt, ein Erbe Trier tut sich schwer mit dem berühmten Sohn – Special Ausstellung Das Museum im Karl-Marx-Haus in Trier – Freies Studentenleben Fern der Heimat entdeckt der junge Marx die Philosophie – Auf die Barrikaden Im Zeitalter der Revolution verändert sich die Welt – Wie Marx und Engels den Kommunismus erfanden Ihr Leben und Arbeiten in der Weltstadt Paris – Aktuell wie nie Das Kommunistische Manifest skizziert die globalisierte Welt – Was ist was? Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus kurz erklärt – Friedrich Engels Ohne den Fabrikantensohn wäre der Marxismus wohl Stückwerk geblieben – Freunde und Feinde Lassalle, Bakunin & Co. – Revolution in der Warteschleife Wie Marx 1848 erlebte  – Babylon einer neuen Zeit Als Flüchtlinge kamen Marx und seine Familie nach London – Auf das Kapital folgt die Kneipentour Wie der exzentrische Workaholic seinen Tag verbrachte – Wandelndes Haarknäuel Der Bart des Propheten – Die Leiden des Marx Mit Arsen: So versuchte der Kettenraucher, seine Eiterbeulen zu behandeln – Karl und seine vier Jennys Familienleben zwischen Idyll und Tragödie – Willi will’s wissen Spione machen Jagd auf die Kommunisten – Zwischen Champagner und Pfandhaus Der Weltökonom konnte schlicht nicht mit Geld umgehen – Die sozialistische Baronesse Jenny Marx: Nicht nur Ehefrau, sondern auch Mitkämpferin – Eldorado der Wissbegierigen Die British Library war Marx’ liebstes Refugium – Politstar und Staatsdoktrin Am Marx-Mythos wurde ordentlich poliert – Hatte Marx doch recht? Ein Blick auf das Meinungsbild – „Marx ist kein Duckmäuser“ Biograf Jürgen Neffe über den „antiautoritären Autoritären“ – Yuval Noah Harari Der Marx des 21. Jahrhunderts?

„Ein Gespenst geht um in Europa — das Gespenst des Kommunismus.“ So beginnt eines der einflussreichsten Büchlein der Geschichte: das Manifest der Kommunistischen Partei, das Karl Marx unter Mithilfe von Friedrich Engels 1848 verfasste. Das nur 23 Seiten lange Auftragswerk war für ein kleines Publikum gedacht, aber es entwickelte ungeahnte Wirkung dank seiner mitreißenden Sprache, kulminierend in dem Schlusssatz: „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“ Marx hatte ein schriftstellerisches Meisterstück abgeliefert, sogar an Betonung und Versmaß gefeilt.

Er war ein Perfektionist, der sich dadurch oft selbst im Weg stand und kaum eine Arbeit selbstständig zu Ende brachte. Aber er hatte seine kluge Frau Jenny, die seine Texte überarbeitete, und den aufopferungsvollen Freund Engels. Der schoss dem chronisch klammen Marx immer wieder Geld zu. Und er nahm es sogar auf sich, als Vater des Jungen zu gelten, den Marx mit seiner Haushälterin gezeugt hatte – nichts sollte einen Schatten auf den Welterklärer werfen.

Marx war voller Widersprüche. Fürsorglicher Vater und schnorrender Freund. Hochgebildeter Philosoph und Kneipen-Pöbler. Streiter wider die Bourgeoisie und bourgeoiser Genussmensch. Begründer einer Ideologie, ohne Ideologe zu sein. „Alles, was ich weiß, ist, dass ich kein Marxist bin!“, sagte er laut Engels einmal.

Zu seinem 200. Geburtstag ist Marx wieder in aller Munde. Sein Comeback begann schon früher: Nachdem es mit der Wende 1989/1990 still um ihn wurde, ist der Charakterkopf in der Finanzkrise 2007/2008 wieder zur Ikone aufgestiegen. Auch wenn man viele Thesen nicht teilen mag: Sein messerscharfes Denken können wir uns heute noch zum Vorbild nehmen.

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