G/GESCHICHTE 11/2017

Hauptthemen dieser Ausgabe

Flammendes Inferno Magdeburg wird zum „Hiroshima des Dreißigjährigen Kriegs“ – „Schlagen war akzeptiert“ Markus Meumann klärt auf, wie gewalttätig die Zeit wirklich war – Friedliebender Kriegstreiber Ferdinand II. lässt einen lokalen Aufstand zum Krieg eskalieren – Der Löwe aus Mitternacht Gustav II. von Schweden hätte den Krieg beenden können – Manager des Todes Wallensteins kometenhafte Karriere – „Erbärmliche Lebensbedingungen“ Was ein Massengrab über das Söldnerdasein der Zeit verrät – Auf dem endlosen Kriegspfad Einmalige Einblicke: Das Tagebuch des Söldners Peter Hagendorf – Grauen in Wort und Blut Der Krieg brach viele Tabus – Das tödliche Gerücht Der Dreißigjährige Krieg war der Höhepunkt des Hexenwahns – Tage voller Leid Das erschütternde Tagebuch des Andechser Mönchs Maurus Friesenegger – Der verschlungene Weg zum Frieden Hunderte Diplomaten und ein Kongress der Superlative – Ein neuer Dreißigjähriger Krieg – vor unseren Augen? Parallelen zum Krieg in Syrien – Service Museums- und Ausflugstipps

Weitere Themen
Blickpunkt
Sternenbanner über Honolulu – Hawaiis langer Weg zum US-Bundesstaat

Serie: „Tiere schreiben Geschichte“
Der Bär – Vom Verwandten zum Konkurrenten

Geschichte im Alltag
Die Glocke – Jahrhundertelang gab sie den Takt des Lebens an

Porträt
Jonathan Swift – Der bittere Spötter

1619 verdingt er sich als Söldner im katholischen Heer, danach wird er Philosoph: René Descartes formuliert noch während des Dreißigjährigen Kriegs seinen berühmten Satz „Cogito ergo sum“ („Ich denke, also bin ich“). Sein bewegtes Leben steht sinnbildlich für eine Epoche zwischen Mittelalter und Aufklärung, die den Keim bildet für ein neues Denken.

In dem verheerenden Krieg von 1618 bis 1648 ist es für die Bevölkerung überlebenswichtig zu wissen, ob Armeen sich nähern. Es folgt eine Medienrevolution: der Siegeszug der Zeitungen und Flugblätter, die bald auch die entlegensten Dörfer erreichen und das Zeitalter der Massenmedien einläuten.

Auch die einfachen Leute beginnen in großer Zahl zu schreiben und Augenzeugenberichte zu hinterlassen. Anders als in den meisten früheren Kriegen kennen wir damit nicht nur die Perspektive von oben – von Feldherren, Gebildeten, Adeligen –, sondern erhalten erstmals einen umfangreichen Blick von unten, von den Tätern vor Ort wie den wahren Leidtragenden.

Der Söldner Peter Hagendorf und der Mönch Maurus Friesenegger etwa führten über mehr als 20 Kriegsjahre hinweg Tagebuch. An ihrem Lebensweg entlang habe ich mein aktuelles Buch geschrieben, und es freut mich, Ihnen in diesem Heft die beiden beeindruckenden Personen vorzustellen: Hagendorf besaß dunkle Seiten, war aber auch fürsorglich und ertrug stoisch Gefahren, Gewaltmärsche und Schicksalsschläge wie den Tod von acht seiner zehn Kinder. Friesenegger und seine Ordensbrüder sorgten sich mitfühlend um die Dorfbewohner bei ihrem Kloster und brachten so einen Lichtstrahl Menschlichkeit in eine düstere Zeit.

 

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