G/GESCHICHTE 09/2017

Hauptthemen dieser Ausgabe

Heiße Tage in Berlin Der Barrikadenkampf in der preußischen Hauptstadt – Der Fürst auf dem Pulverfass Zensur und Repression: Das System Metternich – Vorboten der Revolution Die Sehnsucht nach einem neuen Deutschland – „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ Armut und Industrialisierung am Vorabend der Revolution – Fanal aus Paris Wie die Franzosen ihre Zweite Republik erkämpfen – Der König und die Tänzerin Die Affäre Lola Montez – Welches Deutschland soll es sein? Das erste deutsche Parlament in der Paulskirche – Badisches Braveheart Der Rebell Friedrich Hecker – Wiener Blut Revolutionärer Siegestaumel an der Donau und die brutale Antwort der Reaktion – „Italien schafft es allein“ Giuseppe Mazzinis Kampf für ein freies, geeintes Italien – Satirischer Nachholbedarf Die Revolution in der Karikatur – Steckbrieflich gesucht Die Strafakte Richard Wagner – „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten“ Die brutale Niederschlagung der Revolution – Der Kampf geht weiter Wie deutsche Exilrevolutionäre die USA verändern – Interview Der Glasgower Historiker Mike Rapport vergleicht 1848 mit dem Arabischen Frühling 2011


Weitere Themen
Blickpunkt

Der Felsen von Gibraltar – Hart umkämpft zwischen Spanien und England

Serie: „Tiere schreiben Geschichte“
Das Schwein – Vom Glücksschwein zur armen Sau

Geschichte im Alltag
Das Aquarium – Tiefsee im Wohnzimmer

Porträt
Peter Falk – Der Mensch hinter Columbo

„Die Freiheit ist die Nation“, schrieb im März 1848 Ferdinand Freiligrath in seinem Gedicht „Schwarz-Rot-Gold“. Der Lyriker aus Detmold warb für die Revolution. Sein Traum: eine deutsche Republik. Bereits in den Befreiungskriegen hatten sich Studenten und Bürger gegen Napoleon erhoben und dabei gehofft, auch für mehr Rechte und Freiheiten ins Feld zuziehen. Stattdessen folgten die bleiernen Jahrzehnte unter der Ägide Metternichs.

Dann im März 1848: Der Rausch der Freiheit. In Wien und Berlin bewaffnet sich das Volk, errichtet Barrikaden. Metternich muss abtreten und der preußische König einlenken. In der Frankfurter Paulskirche soll ein Parlament das Fundament für den neuen Nationalstaat legen: Republik oder konstitutionelle Monarchie? Mit oder ohne Österreich? Während die Professoren in der Paulskirche eifrig debattieren, marschieren die Heere der Preußen und Habsburger zum reaktionären Gegenschlag auf.

Mit aller Härte wurde die Revolution niedergeworfen. Oberkommandierender der Armee, die den letzten republikanischen Widerstand brechen sollte, war Prinz Wilhelm von Preußen, wegen seines brutalen Vorgehens „Kartätschenprinz“ genannt. Als am 23. Juli 1849 die Armee die badische Festung Rastatt einnahm, war die Revolution endgültig gescheitert. Einen Nationalstaat bekamen die Deutschen 32 Jahre später – keine Republik, sondern ein Kaiserreich. Und auf dem Thron saß „Kartätschenprinz“ Wilhelm I.

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