G/GESCHICHTE 07/2016

Die Johanniter

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

"Wir werden kämpfend sterben“ - Die Belagerung von St. Elmo 1565
Wehrhafte Schönheit - Valletta entsteht aus den Trümmern Maltas
Ein Herz für Pilger - Ordensgründer Gerhard von Sasso
Das Hospital zu Jerusalem - Aus Kreuzrittern werden Krankenpfleger
Der Griff zum Schwert - Die Remilitarisierung der Johanniter
Ländereien und Privilegien - Der Orden breitet sich in Europa aus
Ein mächtiger Gegner - Sultan Saladin
Neubeginn auf Zypern - Die Johanniter werden zu Flüchtlingen
Kreuzritter auf Kaperfahrt - Der Orden als Seemacht
Luther oder Papst? - Die Geburtsstunde des evangelischen Johanniterordens
Vertreter der Malteser - im Interview „Fühlen Sie sich ritterlich?“
Ein Korse auf Malta - Napoleon vertreibt die Ritter von Malta
Das Unvollendete Schiller und sein Werk - „Die Malteser“
 
Blickpunkt: 1866 – Die Schlacht bei Königgrätz 
Serie: „Geschichte des Sports“ - Radsport – die „Tortur“ de France
Geschichte im Alltag: Das Freibad – ewige Sommerferien
Porträt: Antonio Vivaldi –der tiefe Fall eines Stars 
 
Weitere Themen:
 

Es begann in Jerusalem, als Kaufleute aus Amalfi die Not der Kranken lindern wollten und unweit der Grabeskirche ein Hospital einrichteten. Aus der Stiftung erwächst eine Gemeinschaft, die 1113 unter dem Namen »Orden St. Johannis vom Spital zu Jerusalem« vom Papst anerkannt wird. Es ist die Epoche der Kreuzzüge; zwischen Antiochia und Jerusalem regieren Fürsten aus dem Abendland. Im islamischen Orient sind ihre Länder Fremdkörper, die nur dank einer starken militärischen Präsenz überleben können. Die Johanniter werden Teil dieses Systems: Bald besitzt der Orden zahlreiche Burgen und unter seinem Banner ziehen Ritterbrüder in die Schlacht.

Von Rhodos und Malta aus führen die Ordensritter nach dem Untergang des Königreiches Jerusalem ihren Kampf weiter. Was als Kreuzzug gegen die Ungläubigen firmiert, ist de facto oft reine Piraterie – gleichermaßen gnadenlos wie lukrativ. Ein Teil der Einkünfte fließt in die Krankenpflege. Mit der Sacra Infermeria leisten sich die Malteser, wie man den Orden nach seiner neuen Heimat nun nennt, das modernste Hospital des 16. Jahrhunderts.

Afrika, Asien oder Südamerika, heute leisten die Malteser in circa 120 Ländern humanitäre Hilfe. Auch der evangelische Johanniterorden, der sich während der Reformation in Brandenburg abgespalten hat, agiert weltweit. Das gemeinsame Engagement verbindet über Konfessionsgrenzen. Seit 1961 erkennen sich beide Zweige gegenseitig an und im März 2016 vereinbarten sie, gemeinsam ihre 900-jährige Tradition und deren Symbol, das achtspitzige Kreuz, gegen Missbrauch, etwa durch Werbung oder esoterische Gemeinschaften, zu verteidigen. 

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