G/GESCHICHTE 07/2015

Irland – Insel der tausend Legenden

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Newgrange und der Cashel Man - Rätselhafte Frühgeschichte
Sind die Iren überhaupt Kelten? - Der Celtic Way of Life
Wer war St. Patrick? - Ein Sklave christianisiert Irland
Mönche mit Mission - Wie irische Klöster das frühe Christentum prägten
Die Wikinger kommen - Nordische Seefahrer gründen Dublin
Geburt einer Nation - Die Schlacht bei Clontarf wird zum Gründungsmythos
Die harte Hand der Tudors - England unterwirft Irland
Cromwells Fluch - Die New Model Army wütet unter Irlands Katholiken
Die große Hungersnot - Millionen verhungern oder wandern aus
Endlich unabhängig - Das Ringen mit England endet in einem geteilten Land
Bloody Sunday - Der Tag, an dem der Nordirlandkonflikt eskalierte
James Joyce und »Ulysses« - Das einzige Buch mit eigenem Feiertag
Heinrich Bölls Irisches Tagebuch - Das verlorene Jahrzehnt
Nur noch schnell auf ein Guinness - Die irische Pubkultur
 
 
Irland – Insel der tausend Legenden
 
»Ire zu sein bedeutet, zu wissen, dass letzten Endes die Welt dir das Herz bricht«, bemerkte einmal der US-Senator Daniel »Pat« Moynihan, Sohn irischer Einwanderer. Aber woher kommt dieser irische Weltschmerz, dem wir immer wieder in Romanen, Gedichten und Liedern begegnen? Blicken wir in die Geschichte. Irland kann mit Recht als die erste Kolonie Englands bezeichnet werden. Die Menschen der Insel verloren ihre Unabhängigkeit, ihren Landbesitz und selbst ihr katholischer Glaube wurde unterdrückt. Der Puritaner Cromwell zog eine blutige Spur durch die Insel, besiegelt wurde Irlands Unterwerfung dann 1690 in der Schlacht am Boyne.
Nach Jahrhunderten der Unterdrückung durch die Engländer erlebte das Land seine irische Renaissance. Es waren Dichter und Gelehrte, die seinen Bewohnern neuen Selbstrespekt schenkten. Man entdeckte die Mythen und Heldengeschichten der Vorzeit, erinnerte an die einzigartige Bedeutung der irischen Klöster für das christliche Abendland und versuchte, die gälische Sprache wiederzubeleben, in der der englische Gegner »Sassenach« heißt – Sachse.
Doch nicht nur mit der Feder wurde für ein unabhängiges Irland gekämpft. 1916, auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges, probten die Iren den Aufstand. Es folgte ein Guerillakrieg, der die Briten 1922 dazu zwang, Irland auf den Weg in die nationale Unabhängige zu entlassen, der 1949 mit der Gründung der Republik Irland abgeschlossen war. Doch Irlands Norden, weiterhin Teil des Britischen Königreichs, war kein Frieden gegönnt. Jahrzehntelang waren Londonderry und Belfast ein Synonym für Bürgerkrieg und Terror. Seit dem Karfreitagsabkommen von 1998 ruhen nun die Waffen. Hoffentlich für immer!
 
 

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