G/GESCHICHTE 08/2014

Das Osmanen. Gefürchtete Krieger, glanzvolle Kalifen

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Süleyman der Prächtige - Krieger, Gesetzgeber, Poet
Die Wunderwerke Sinans - Ein ehemaliger Sklave erfindet die türkische Architektur
Aufstieg der Osmanen - Wie ein kleines Reitervolk Byzanz zu Fall brachte
Vom Tigris bis zur Donau - Geographische Ausdehnung des Osmanischen Reichs
Alle Pracht der Welt - Der Topkapi Serai
Vor Wien - 1683 belagern die Osmanen die Kapitale der Habsburger
Istanbul - Bilder einer verlorenen Zeit
“Der kranke Mann” - Verfall eines Imperiums
Gefährliches Bündnis mit Wilhelm II. - Die Bagdad-Bahn 
Europa oder Orient? - Atatürks Reformen lenken die Türkei in Richtung Westen
 
 
Das Osmanen. Gefürchtete Krieger, glanzvolle Kalifen
 
Das Abendland stand unter Schock, als 1453 die Krieger der Osmanen in Konstantinopel einritten. Das goldene Byzanz, stolzer Erbe des Römischen Imperiums, war Geschichte. Und die Heere des Sultans waren weiter auf dem Vormarsch: Im Süden Ägypten, im Norden Ungarn, im Osten Mesopotamien – nichts schien sie stoppen zu können. Erst das Jahr 1683 brachte die Wende, als Großwesir Kara Mustafa vor Wien scheiterte. Als die Angst gewichen war, wuchs die Bewunderung für die Kunst und Kultur des Gegners.
Der Zauber von 1001 Nacht lag über Istanbul. Die Reiseberichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert schwelgen in Schilderungen der Schönheit. Welcher Palast konnte sich schon mit dem Topkapi Serail messen? Der “Türkentrank” kam in Mode, genauso die Tulpe und die klirrende Musik der Janitscharen. Besonders fasziniert aber war Europa von der verborgenen Welt des Harems. Aus dem streng organisierten Privatbereich der Sultane mit seiner restriktiven Hierarchie machten europäische Dichter und Maler einen Ort erotischer Ausschweifungen.
Der “Kranke Mann am Bosporus” löste im 19. Jahrhundert die “Hohe Pforte” als Synonym für das Osmanische Reich ab. Sämtliche Reformversuche wollten nicht greifen, weite Teile des Imperiums erkämpften sich ihre Unabhängigkeit oder wurden Beute der europäischen Kolonialmächte. Dann schließlich im Ersten Weltkrieg das fatale Bündnis mit dem Deutschen Reich und Habsburg. Aus den Trümmern des mächtigen Kalifats auf drei Kontinenten erblühte 1923 die moderne Türkei Atatürks. Was von der osmanischen Vergangenheit blieb, ist Hüzün, die bittersüße Melancholie, wenn man der verlorenen Pracht und Größe gedenkt.

Ihre Vorteile im Abo

  • Keine Zustellgebühr
  • Keine Ausgabe verpassen
  • Vertrauensgarantie

 

 

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.