G/GESCHICHTE 06/2014

Katastrophen, die das Denken veränderten

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Lissabon - Das große Beben
Kataklysmen - Wendepunkte in der Evolution
Die Sintflut - Gab es sie wirklich?
Pompeji - Tod zur Mittagszeit
Manndränke - Die großen Sturmfluten an der Nordsee
“Die Menschen reagieren auf Unglück ganz unterschiedlich” - Gerrit Jasper Schenk im Interview
Die kleine Eiszeit - Löste das Klima den Hexenwahn aus?
Pest und Feuer - Gottes Geißeln über London
Christopher Wren - Er gab London ein neues Gesicht
Tödlicher Feuerberg - Der Ausbruch des Krakatau 1883
Tschernobyl - Katastrophe von Menschenhand
Tsunami - Der Tag an dem die Welle kam
Katastrophen ohne Ende - Was kommt als nächstes?
 
Katastrophen, die das Denken veränderten
 
Apokalypse, Armageddon, Ragnarök, das Ende der Welt trägt viele Namen. Und während die christliche Apokalypse wenigstens mit der Hoffnung auf die Wiederkehr Christiverbunden ist, gingen die Wikinger davon aus, dass beim Ragnarök die Welt der alten Götter untergehen würde. Der Flirt mit der Apokalypse ist kein Privileg der Religionen. Auch die Wissenschaft präsentiert uns zahlreiche Szenarien für die letzten Tage der Menschheit: Supervulkane, Klimakatastrophen und kosmische Killer wie Meteore oder Gammablitze.
Bislang haben wir noch Glück gehabt, denn selbst so schreckliche Ereignisse wie Pompeji, das Erdbeben von Lissabon, die Kleine Eiszeit im 17. Jahrhundert oder der Ausbruch des Krakatau waren äußerst “überschaubare” Katastrophen. Trotzdem veränderten sie das Denken der Menschen: Nach der Zerstörung Lissabons 1755 stellten sich Philosophen wie Voltaire, Kant und Rousseau die Frage, ob überhaupt ein gütiger Gott existiere. Und als die Menschen während der Kleinen Eiszeit unter Unwettern und Missernten litten, suchten sie eine Erklärung im Aberglauben: Der Hexenwahn erlebte in Deutschland seinen hysterischen Höhepunkt. 
Feiern wir das Leben und lasst uns im Sinne Luthers Bäumchen pflanzen. Die Menschheit hat die “Endzeit” des Jahrtausendwechsels genauso überlebt wie die für 2012 prophezeite Maya-Apokalypse. Irgendwann werden wir sicher das Schicksal der Dinosaurier teilen, aber bis dahin sollten wie alle Chancen nutzen, uns auf mögliche Katastrophen vorzubereiten. Und vor allem müssen wir vermeiden, selber welche zu produzieren. 
 

Ihre Vorteile im Abo

  • Keine Zustellgebühr
  • Keine Ausgabe verpassen
  • Vertrauensgarantie

 

 

* inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.