G/GESCHICHTE 03/2012

Landsknechte – Söldner des Mittelalters

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Von Murten bis Pavia - Wie die Schweizer und die Landsknechte Geschichte schrieben

„… bei Murten den Mut!“
- Karl der Kühne und seine katastrophale Niederlage von Murten
Der Herbst des Rittertums
- Wie die stolzen Reiterkrieger zum Auslaufmodell wurden
Brutal und effizient
- Kriegsführung nach Schweizer Art
“Ein böss unnütz Volk“
- Das wilde Leben der Landsknechte
Sauschwaben gegen Kuhschweizer
- Im Schwabenkrieg holt sich Maximilian I. eine blutige Nase
Brutale Vollstrecker
- Landsknechte gegen Ritterheere und Bauernhaufen
Spielball Italien
- Condottieri und ihre Söldner-Kompanien
Der Kardinalfehler
- Mailand, ein Teil der Schweiz?
Duell Royal
- Kaiser Karl V. gegen Franz I.
Vom Söldner zum Soldaten
- Soldaten-Schicksale zwischen Dreißigjährigem Krieg und Französischer Revolution
Gurkhas
- 200 Jahre heldenhafter Dienst fürs Empire


Landsknechte – Söldner des Mittelalters

Lange vor Uhren, Taschenmessern oder Schokolade exportierte die Schweiz ihre Söhne. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts galten die Männer aus den Bergen als unbesiegbar, hatten sie doch im Freiheitskampf um ihre Heimat die Heere der Habsburger ausradiert und selbst die moderne Armee des Burgunderherzogs Karl des Kühnen vernichtend geschlagen. Kein Wunder also, dass Päpste, Könige und Fürsten Schweizer Söldner rekrutierten, allen voran Frankreichs Herrscher, der mit dem Kaiser um die Vorherrschaft in Italien rivalisierte.

Die deutsche Antwort auf diese Bedrohung hieß Georg von Frundsberg. Frundsberg kopierte die Kampfweise der Schweizer, modernisierte ihre Taktik und rekrutierte die richtigen Männer – die Stunde der Landsknechte hatte geschlagen.
Diese neuen Herren der Schlachtfelder waren Handwerker des Krieges. Nur der Sold zählte. So diszipliniert sie auf dem Schlachtfeld stritten, so unberechenbar wurden sie in dem Moment, wenn der Sold ausblieb oder es ans Plündern ging. Weder Goten noch Vandalen hatten mit ähnlicher Brutalität in Rom gehaust wie die Landsknechte Karls V. beim Sacco di Roma, als sie die Hälfte der Bevölkerung massakrierten.
Die Schreckensbilder von Totschlag, Vergewaltigung und Plünderung wiederholten sich tausendfach im Dreißigjährigen Krieg. Als Lehre daraus setzten die absolutistischen Herrscher nun auf stehende Heere. In der Französischen Revolution wurde die Idee der allgemeinen Wehrpflicht geboren, ein zukunftsweisendes Erfolgsmodell, das für die nächsten zwei Jahrhunderte Bestand hatte.

Der Beruf des Söldners “verkam” zum Schattengewerbe – bis vor wenigen Jahren. Doch dann waren in Krisengebieten wie Irak oder Afghanistan plötzlich private Dienstleister im Bereich “Sicherheit” äußerst gefragt. Die Branche der PMCs (Private Military Contractors) erlebt zur Zeit eine Hochkonjunktur. Und nicht nur Firmen, sondern auch Regierungen, allen voran die USA, nehmen ihre Dienste in Anspruch. Das Motto “Kauf dir einen Krieger” ist aktueller denn je.

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