G/GESCHICHTE 02/2011

Die Salier – Kaiser gegen Papst – Machtkampf im Mittelalter

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Der Gang nach Canossa - Heinrichs IV. Bußgang
Des Reiches Mehrer und Wahrer
- Konrad II. und Heinrich III.
Kidnapping eines Königs
- Putsch in Kaiserswerth
Krone aus Stein
- Der Dom zu Speyer
Ein Herrscher macht Skandale
- Das wilde Leben des Königs Heinrich IV.
“Die Zuchtrute Gottes”
- Papst Gregor VII.
Eremiten und Asketen
- Zisterzienser und Kartäuser
Macht Stadtluft frei?
- Das urbane Erfolgsmodell der Salierzeit
Gürtet eure Schwerter!
- Das große Abenteuer der Kreuzzüge
Tod oder Taufe
- Mordexzesse an den jüdischen Gemeinden
Sohn gegen Vater
- Das tragische Ende Heinrichs IV.
Eine wütende Witwe kämpft
- Die Kaiserin von England

 


Die Salier – Kaiser gegen Papst – Machtkampf im Mittelalter

“Dass alle Fürsten nur des Papstes Füße küssen!” – Als Papst Gregor VII. diese und 26 weitere radikale Thesen im Mai 1075 diktiert, hat endgültig die Epoche ihr Ende gefunden, in der die Kaiser in Rom das Sagen hatten und die Päpste bescheiden die Rolle von Hofkaplänen spielten. Nun hat das Abendland plötzlich zwei Herren. Der Machtkonflikt zwischen Kaiser und Papst entzündet sich an der Frage, wer die Bischöfe einsetzen darf. Dieser Investiturstreit erschüttert das römisch-deutsche Reich in seinen Fundamenten.
Denn seit den Tagen Ottos des Großen waren die Äbte, Bischöfe und Erzbischöfe nicht nur geistliche Führer, sondern als mächtige Territorialfürsten auch Säulen der weltlichen Macht. Chaos regiert nun im Reich. Selbst der spektakulär inszenierte Bußgang des Königs nach Canossa, der im eiskalten Januar des Jahres 1077 den Papst zur Auflösung des Banns zwingt, verhilft  Heinrich nur zu einer kurzen Atempause: Bereits im März erheben sich viele Fürsten gegen ihren Herrscher und wählen mit dem Segen des Papstes Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig. Doch der Rivale des Saliers hat kein Schlachtenglück – und dass ein Hieb ausgerechnet seine Schwurhand abtrennt, wird von Heinrich nur zu gerne als Gottesurteil gewertet. Aber mit der Kraft des Schwertes kann Heinrich sein Reich nicht mehr befrieden. Er bleibt ein Gehetzter, verfolgt von der Machtgier der eigenen Nachkommen. Gedemütigt, aber nicht geschlagen, stirbt er 1106 im Machtkampf mit seinem rebellischen Sohn.
Mit dem Reichsschwert seines Vaters erbt Heinrich V. auch den erbitterten Konflikt mit der Kurie. Erst 1122 zieht die Feder mit dem Wormser Konkordat einen Schlussstrich unter den Investiturstreit. Es ist ein fein gesponnener Kompromiss, bei dem jede Partei ihr Gesicht behält. Und so bleibt die alles entscheidende Frage, wer nun der wahre Herrscher der Welt sei, weiterhin offen …


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