G/GESCHICHTE 06/2010

Der Kampf um Südafrika – Zulus, Buren, Briten

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

40 000 Speere - Der Zulukrieg
San, Khoikhoi, Bantu und Co.
- Wiege der ursprünglichen Völker Südafrikas
Amsterdam am Kap
- Die ersten europäischen Siedler
Entdecker und Missionare
- Kleine Expeditionsgeschichte des Hinterlandes
Der “Große Treck”
- Die Burenrepubliken
Diamantenfieber
- Die Cecil-Rhodes-Story
Krieg ohne Gnade
- Der Burenkrieg
Gandhi
- Friedlicher Widerstand gegen das Unrecht
Projekt Freiheit
- Der Weg aus der Apartheid


Der Kampf um Südafrika – Zulus, Buren, Briten

“Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, Schwarze und Weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde – eine Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt.”

Bis heute ist dieses Versprechen Nelson Mandelas, das er bei seiner Vereidigung zum Präsidenten am 10. Mai 1994 gab, noch nicht eingelöst. Seit Jahren predigt die rechtsradikale Burenorganisation der Afrikaaner-Widerstandsbewegung (AWB) den Hass gegen die Schwarzen, während in der Jugendorganisation des ANC der Politiker Julius Malerna nur zu gerne das Kampflied “Shoot the Boer” (“Erschießt die Buren”) anstimmen lässt.
Auch 16 Jahre nach dem Ende des menschenverachtenden Apartheidregimes findet der Hass in Südafrika immer noch einen exzellenten Nährboden – zu schwer lastet die Geschichte von Krieg, Gewalt und Rassismus auf dem Land am Kap.
Südafrikanische Mythen sind mit Blut geschrieben. König Shaka, Auserwählter der Götter, schmiedet mit Feuer und Speer die mächtige Zulu-Nation. Das Hohelied der Buren ist die Legende vom “Großen Treck”; fromme Farmer, die wie die Kinder Israels die Knechtschaft verlassen. Erst als sich die Wasser mit dem Blut ihrer Feinde rot färben, erreichen sie das gelobte Land. Das britische Epos trägt den Namen Rorke`s Drift: Eine Handvoll Soldaten ihrer Königin verteidigt eine kleine Missionsstation gegen ein Heer von Feinden. Alles Helden, jeder einzelne Mann.

Geschichte ist in Südafrika oft ein schweres Vermächtnis, das gilt besonders für die letzten Jahrzehnte, als die Apartheid regierte. Noch sind viele Wunden aus dieser düsteren Zeit offen. Aber wenn es den Menschen am Kap nicht gelingt, aufeinander zuzugehen, dann droht dem Land ein politisches Chaos. Dabei hatte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Südafrika ein indischer Anwalt namens Gandhi einen Weg aus der Gewalt aufgezeichnet, als er den Menschen ermahnte: “Wo Hass aufkommt, droht Untergang.”


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