G/GESCHICHTE Spezial Judentum 2017/02

Hauptthemen dieser Ausgabe

Jerusalem am Rhein Spuren mittelalterlicher Gelehrsamkeit in Worms – Sepharden Auf der Iberischen Halbinsel erlebte das Judentum eine Blüte – Im Schtetl Leben im jüdischen Städtchen – Prager Cyborg Der Mythos vom Golem – Auf dem Land Wie die Synagoge ins Dorf kam – Moses Mendelssohn Aufklärer und Prophet der Hoffnung – Im Schatten der Türme In Frankfurt entstand das erste Getto Deutschlands – Es begann mit einem Kramladen Wie Mayer Amschel Rothschild den Grundstein für eine Bankerdynastie legte – „Die geistreichste Frau des Universums“ Diesen Titel verlieh Heinrich Heine der Berliner Saloniere Rahel Varnhagen von Ense – Berlins Neue Synagoge Wie der Mix aus Tradition und Anpassung Realität wurde – Vielfalt im Glauben Strömungen des Judentums im 19. Jahrhundert – Obsessiver Eigenbrötler Paul Ehrlich, der Begründer der Chemotherapie, im Porträt – Preisgekrönt Eine Galerie jüdischer Nobelpreisträger – Wenn Gerüchte töten Pogrome im Zarenreich – Golda Meir Sie wusste, wofür sie kämpfte – Zur Not ohne den Messias Theodor Herzl und die Anfänge des Zionismus – „Der Feind steht rechts“ Attentat auf Walther Rathenau – Konferenz der Völkermörder Was geschah am 20. Januar 1942 am Berliner Wannsee? – „Die Leute wurden in den Strudel des Bösen gezogen“ Holocaust-Forscher Götz Aly erklärt im Interview, wie es zum Genozid kommen konnte – Retter aus Berlin Der blinde Otto Weidt riskierte sein Leben für seine jüdischen Angestellten – Ein Münchner Leben Eigentlich wollte Charlotte Knobloch Deutschland nach der Schoa verlassen – Zeitrangig Wie eine jüdische Gemeinde heute den Sabbat feiert – Koscher – Was ist das? Museumsdirektorin Benigna Schönhagen über die Aktualität jahrtausendealter Regeln – „Ausgerechnet Berlin“ Ein junger Israeli zieht in die deutsche Hauptstadt


„Nach Wahrheit forschen, Schönes lieben, Gutes wollen, das Beste tun. Das ist die Bestimmung des Menschen.“ Für den Idealisten Moses Mendelssohn war das Streben nach Erkenntnis ein Gebot Gottes (siehe Beitrag ab Seite 28). Der jüdische Aufklärer stand in einer großen Tradition. Bereits im frühen Mittelalter blühte vor allem in den rheinischen Bischofsstädten Worms, Mainz und Speyer das jüdische Geistesleben (Beitrag ab Seite 10).

Eine Heimat fand das jüdische Leben in den Schtetlech, den Städtchen Osteuropas (Beitrag ab Seite 18). Wenn auch weit entfernt von einer Idylle, war hier das Leben geordnet: Den Mittelpunkt bildete die Synagoge, der Sabbat krönte die Woche und die jüdischen Festtage verliehen dem Jahr seinen Glanz. Diese Welt ging unter mit der Schoa, dem Völkermord an den europäischen Juden (Beitrag ab Seite 66). Für den Historiker Götz Aly lagen die Ursachen in einem tief verwurzelten deutschen Antisemitismus (Interview ab Seite 70).

Seit November 1938 sei ein „Teil von mir, ein Teil meiner Koffer immer noch auf der Flucht“, resümiert Charlotte Knobloch, die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, die nur dank des außergewöhnlichen Einsatzes einer ehemaligen Hausangestellten ihres Onkels den Holocaust überlebt hat (Beitrag ab Seite 74). Warum trotz der dunklen Vergangenheit ausgerechnet Berlin auf junge Israelis eine enorme Anziehungskraft ausübt, erfahren Sie von unserem Autor Tobias Sauer (Beitrag ab Seite 82).

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