G/GESCHICHTE 06/2016

Rom brennt - Nero unter Verdacht

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Rom brennt - Nero unter Verdacht
Fackeln des Nero - Christen als Sündenböcke
Historiker Sonnabend im Interview - Nero wollte geliebt werden
Augustus’Erbe - Die Republik und der Monarch
Vorgänger auf dem Kaiserthron - Am Anfang war Augustus
Im Bann der Übermutter - Der junge Nero
G für Kids - Schule bei den alten Römern
Seneca - Der Mann hinter Nero
Pisonische Verschwörung - Der Clown muss weg
Domus Aurea - Neros Palast der Träume
Neros Liebesleben - Heirat und Scheidung
Politik mit Kunst - Macht als Schauspiel
Das Ende - Tod eines Tyrannen
Wie aus Nero wurde, wer er ist - Quo Vadis?  
 
Blickpunkt
Vernichtungskrieg - Überfall auf die Sowjetunion

Serie
„Geschichte des Sports“: Tennis – Spiel, Satz, Sieg

Geschichte im Alltag
Briefkasten – Sie haben Post

Porträt
Antoni Gaudí – Frommer Dandy 


Weitere Themen dieser Ausgabe: 
 
Nero ging als Brandstifter, Christenverfolger, -verrückter Künstler und Muttermörder in die Geschichte ein. Doch von diesen Attributen ist nur das des Muttermörders voll und ganz gerechtfertigt. Weder zündete Nero Rom an, wie unser Autor Ulrich Graser in dem Beitrag ab Seite 16 erklärt, noch verfolgte er
die Christen aus religiösen -Motiven: Warum die grausamen Hinrichtungen vielmehr kühl kalkuliert waren, erläutert der ehemalige Vatikan-Korrespondent Simon -Biallowons ab Seite 22. Und der verrückte, dekadente Künstler auf dem Thron? Die neuere Forschung hat einen einleuchtenden Erklärungsansatz für Neros Künstlertum -gefunden, das
so fehl am Platz scheint für einen römischen Kaiser. Holger Sonnabend, -Professor für Alte Geschichte in Stuttgart, stellt im Interview ab Seite 26 klar, dass Nero Kunst als ein politisches Instrument verstand und sie gezielt einsetzte, um das römische Volk für sich einzunehmen, indem er für die einfachen Leute in aller Öffentlichkeit sang und schauspielerte. Mit dieser Strategie scheiterte er erst, als die wirtschaftliche Situation sich verschlechterte – und nicht etwa, weil er im Laufe der Jahre an der Macht verrückt wurde,
den Bezug zur Realität verlor oder charakterlich zu einem Monster mutierte. Sein schlechtes Image verdankt Nero vor allem einer Handvoll antiker Geschichtsschreiber, die ihn nicht nach den Maßstäben seiner Zeit, sondern nach denen ihrer eigenen Gegenwart beurteilten: Wer sie waren und warum sie Nero nicht mochten, erklärt Saskia Kerschbaum auf Seite 43. So hinterließ Nero der Nachwelt in erster Linie eine vermeintlich exzentrische Persönlichkeit, die sowohl andere Herrscher, als auch die Kunst inspirierte. 

 

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