G/GESCHICHTE 05/2016

Stolz und kühn - Burgen - Symbole der Macht, Orte der Sehnsucht

Haupt-Themen dieser Ausgabe:
 
Oskar von Wolkenstein - Nichts als Ärger mit dem Erbe
Ursprünge - Holz gegen Horden
Wenn Steine sprechen - Burgen in ihrem geografischen Kontext
Glossar - Von Abort bis Zugbrücke
Guédelon - Bauen wie im Mittelalter
Jenseits von Camelot - Alltag auf der Burg
Essen und Trinken - Murmeltier al dente
„Burgen sind Teil unseres historischen Erbes“ - Interview mit Prof. Dr. G.Ulrich Großmann
Entertainer des Mittelalters - Minne als Kontrastprogramm
Walther von der Vogelweide - Ein Leben voller Entbehrungen
Katapulte und Mienen - Sturm auf die Burg
Prunkbauten - Von der Burg zum Schloss
Wiederentdeckt - Burgenträume im 19. Jahrhundert
G für Kids - Wenn ich groß bin, werde ich Ritter
Zum Gruseln - Warum spukt es auf so vielen Burgen?
Ausflugstipps - Einfach mal hinfahren 
 
 
Blickpunkt
Transsib - Eines der letzeten großen Abenteuer
 
Neue Serie:„Geschichte des Sports“ 
König Fußball regiert die Welt 

Geschichte im Alltag
Currywurst - Mythos aus der Pappschale 

Karl IV.
Der nüchterne Kaiser und sein goldenes Zeitalter 
 
 
 
Weitere Themen dieser Ausgabe:     
 
Als Orte der Wunder erscheinen die Burgen in den populären Artusromanen des Mittela lters. Zum Personal zählen nicht nur Könige, Ritter und Jungfrauen, sondern da springen zuweilen auch Zwerge aus den Pasteten oder Riesen fordern zum Zweikampf heraus. Eine Burg ist literarische Bühne für die geheimnisvolle Fee Melusine und den leidenden Gralskönig Anfortas. Selbstverständlich ist jedes Essen ein Festgelage, jedes Turnier glänzend und je de Liebe ein äußerst erregendes Abenteuer irgendwo zwischen Liebesgärtlein und Kemenate. 
 
Diese Flucht in eine fantastische Gegenwelt hatte gute Gründe, denn in der Realität war das Leben auf einer Burg meistens alles andere glamourös. Die Räume feucht und dunkel, die Mahlzeiten bestanden zu oft aus schleimigem Brei und das größte Abenteuer, das die Betten boten,war der Kampf gegen das Heer der Wanzen. Eine Burg war ein "Multifunktionsbau“: Neben Wohnräumen schützten ihre Mauern auch Vorratsräume, Viehställe und Werkstätten. Und sie war einsteinerner Anspruch auf Macht.
 
Wer eine Burg beherrschte, kontrollierte auch das umliegende Territorium. Als der Trierer Erzbischof Balduin – mehr Krieger als Kleriker –im frühen 14. Jahrhundert seine Machtsphäre ausdehnen wollte, galt es, die Burgen seiner Widersacher „zu knacken“. Neben Bliden, gigantischen Steinkatapulten, setzte er dabei eine völlig neue Waffe ein: Feuertöpfe, die ersten europäischen Geschütze, in denen Schwarzpulver gezündet wurde. Noch waren diese primitiven Kanonen alles andere als zuverlässig. Doch mit jeder neuen Generation Artillerie wurde die Burg mehr und mehr ein militärisches Auslaufmodell.
 

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