G/GESCHICHTE 04/2018

Hauptthemen dieser Ausgabe

Cosa Nostra, Camorra, ’Ndrangheta Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei Mafia-Organisationen – Der Tod und die Zitronen Die Ursprünge der Mafia in den Obstgärten von Palermo – Die Zehn Gebote Das geheime Grundgesetz der sizilianischen Cosa Nostra – Von der Killerbraut zur Patin Frauen sind vom Aufnahmeritus in die Mafia ausgeschlossen, aber notwendig – Im Griff der Schwarzen Hand Tatort New York: Joe Petrosino stellt sich der Mafia – Al Capone Für seine brutalsten Verbrechen fehlen bis heute die Beweise – Lucky Luciano Kriminelles Genie mit Drähten bis in die höchsten Kreise – Die Kosher Nostra Der jüdische Mob von New York kooperiert mit der Cosa Nostra – Fiktion als Vorbild Echte Gangster eifern Filmen wie „Der Pate“ nach – Frankies Spießgesellen Frank Sinatra und die Cosa Nostra – Der echte Donnie Brasco Joe Pistone ermittelt sechs Jahre lang undercover in der US-Mafia – Im Namen des Herrn Der Skandal um die Vatikanbank – Anschläge auf den Staat 1992 fallen die beiden berühmtesten Mafiagegner Attentaten zum Opfer – Von Kühen und Clans Die ’Ndrangheta im Allgäu – „Die Gesetzgebung spielt der Mafia in die Hände“ Interview mit Mafiagegner und Buchautor Sandro Mattioli über Deutschlands dunkles Netzwerk

Weitere Themen
Blickpunkt
Die Osterinsel – Das Geheimnis der Steinriesen

Serie: „Tiere schreiben Geschichte“
Das Schaf – Kultiger Graser

Geschichte im Alltag
Das Brot – Über Laib und Leben

Porträt
Isabeau de Bavière – Frankreichs bayerische Königin

Wie im Film kamen wir uns vor, als wir in der Redaktion das Bildmaterial für das Titelthema sichteten. Hell ausgeleuchtete Leichen liegen offen auf der Straße, Blut fließt auf den Boden – und wirkt nur deswegen nicht ganz so grauenhaft, weil es auf den Schwarz-Weiß-Fotos lediglich als dunkler Fleck erscheint. Im 20. Jahrhundert ging die Presse meist lockerer mit der Privatsphäre und den Gewaltfolgen um als in der Gegenwart, in der Tote in der Regel nur dezent abgedeckt auf Bildern erscheinen.

Auch die Verbrecher selbst präsentierten sich anders: Während Mafiachefs heute im Verborgenen agieren, allenfalls bei Verhaftungen mal ein Schnappschuss von ihnen erscheint, posierten Bosse wie Lucky Luciano und Al Capone gerne vor den Kameras. Und sie fochten ihre Clan-Streitigkeiten auf offener Straße aus, inszenierten Morde wie das Valentinstag-Massaker von 1929 als regelrechte Spektakel (siehe Beitrag ab Seite 32). Mafia-interne Morde ereignen sich zwar weiterhin, aber Blutbäder wie 2007 in Duisburg (Seite 63) bilden in den USA und Europa nun die Ausnahme: Die Organisationen haben gelernt, dass ihre Geschäfte fern des Radars der Öffentlichkeit am reibungslosesten und profitabelsten ablaufen. 

So ist es kein Wunder, dass uns die Zeit von Al Capone als Hochphase der organisierten Kriminalität erscheint: Auch wenn es damals noch keine sozialen Medien gab, blieben er und seine Spießgesellen rund um Chicago und New York bis heute die unübertroffenen Medienstars der Verbrecherwelt.

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