G/GESCHICHTE 03/2016

Trojas Untergang

Haupt-Themen dieser Ausgabe:


Mutter vieler Völker: Das Mittelmeer in der späten Bronzezeit Troja:  Kontroversen um eine untergegangene Stadt –Schliemann in Troja Zu tief gegraben? – Interview Prof. Joachim Latacz über die aktuelle Troja-Forschung – Homers „Ilias“ 1000 Schiffe und ein blinder Mann? – Goldenes Mykene Zu Besuch bei Agamemnon – Die Welt in Brand Krise in der Bronzezeit Die „Seevölker“: Waren sie für den Untergang verantwortlich? – Niedergang am Nil Ägypten in der Krise – Die Hethiter Warum sie von der Bildfläche verschwanden – Die Philister Die Bösewichte aus der Bibel – Dorer auf Wanderung

Waren die Urahnen der Griechen schuld am Kollaps? – Interview Eric Cline über neue Theorien zum Kulturkollaps der Bronzezeit

Blickpunkt

Die Wikinger – Global Player des Mittelalters

Serie „Hotels“

Das „Atlantic“ in Hamburg

Geschichte im Alltag

Die Schere – Wie sie Mode und Medizin veränderte

Alma Mahler-Werfel

Geliebte, Muse, Ehefrau

„Kein Land konnte ihren Waffen widerstehen“ und jetzt zitterte Ägypten. Will man der Inschrift im Tempel vom Medînet Hâbu glauben, näherte sich 1177 v. Chr. ein tödlicher Gegner dem Nildelta: die Flotte der Seevölker. Unter ihnen auch die
 Danunäer. In einer gewaltigen Schlacht gelingt es schließlich Ramses III., den Feind zu schlagen.

Waren die Danunäer Homers Danaer, also die frühen Griechen, und Troja ein Nebenkriegsschauplatz eines Konfliktes, der gegen Ende der Bronzezeit den gesamten östlichen Mittelmeerraum heimsuchte? Die Idee ist äußerst verlockend. Zumal Archäologen tatsächlich in Troja auf Kriegsspuren stießen, die aus der Zeit kurz nach 1200 v. Chr. stammen. Und nicht nur die Stadt des Priamos brannte in diesen Tagen: Auch die Paläste und Tempel von Hattuša, der Hauptstadt des Reiches der Hethiter, standen Flammen, und in Griechenland waren die goldenen Tage der mykenischen Palastkultur gezählt. Ein eisernes Zeitalter begann, spröde und hart.

Der brutale Epochenwandel hatte vermutlich viele Ursachen: Klimakatastrophen und Missernten beraubten Völker ihrer Heimat, das feine Handelsnetz der späten Bronzezeit zerriss, Kriege oder innere Unruhen ließen Staaten kollabieren. Es sollten vier dunkle und schriftlose Jahrhunderte vergehen, bis sich Griechenland von dieser Katastrophe erholt. Handel und Handwerk erleben eine Renaissance, und die Hellenen lernen von den Phöniziern schreiben. Endlich können die Gesänge und Sagen, die über Generationen von Barde zu Barde weitergereicht wurden, niedergelegt werden. Und so werden der Welt unsterbliche Epen geschenkt: die „Ilias“ und die „Odyssee“. Homer singt nicht nur von Heldentaten, sondern auch vom Leid der Menschen in schwerer Zeit: „Nichts ist kummervoller, als unstet leben und flüchtig.“

 

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