G/GESCHICHTE 02/2018

Hauptthemen dieser Ausgabe

Alte Helden in neuem Gewand Warum „Der Herr der Ringe“, „Harry Potter“ und „Game of Thrones“ so beliebt sind – Am Rand der Welt Grönlands mythische Wesen – Finnlands Nationalepos Elias Lönnrot sammelt alte Sagen – und erfindet ein paar frei dazu – Ymir und Yggdrasil Geboren aus Feuer und Eis: Wie die Germanen sich den Anfang der Welt erklärten – Von Asen und Wanen Odin, Loki, Thor: Kleines Who-is-who der Götter – Krieger ohne Paradies Warum die Germanen wohl nicht an Walhall glaubten – Homer des Nordens Snorri Sturluson und die Edda – Islands Elfenbeauftragte Wie ein kreativer Journalist die Tourismusbranche beflügelte – Ur-Epos Beowulf Das älteste aller germanischen Heldenlieder und sein Nachleben – Der Aufreger des Mittelalters Das Nibelungenlied – ein Epos ohne wahre Helden? – Himmlers Ur-Arier Wie die Nazis den Ruf der Germanen ruinierten – Mit Misteln und Menschenknochen Schaurige Praktiken: Druiden würden heutige Esoteriker wohl nur müde belächeln – König der Könige Die Suche nach dem echten Artus – Streit um einen Superstier Was irische Sagen über den Glauben der Inselkelten verraten – Reiz des Heidentums Von Kraftorten und Steinkreisen – „Die Kelten sind ein bisschen Ersatz-Germanen“ Der Tübinger Religionswissenschaftler Bernhard Maier erklärt, warum die Kelten Esoteriker magisch anziehen

Weitere Themen
Blickpunkt
USA gegen Mexiko – Streit um Texas

Serie: „Tiere schreiben Geschichte“
Die Katze – Das nutzlose Haustier?

Geschichte im Alltag
Der Globus – Von fehlenden Kontinenten und sagenhaften Landmassen

Porträt
Thomas More – Der Vater der Utopie

„Thor: Tag der Entscheidung“ und die siebte Staffel von „Game of Thrones“ haben vergangenes Jahr ein Millionenpublikum angelockt. Der Kinofilm und die Fernsehserie sind nur die jüngsten Erfolgsproduktionen, die auf den Mythen der Germanen und Kelten aufbauen. Tolkiens „Hobbit“ und „Herr der Ringe“, „Harry Potter“ sowie die 2016 verfilmte Computerspielreihe „Warcraft“ bilden weitere Beispiele für alten Sagenstoff in neuem Gewand.

Woher stammt die moderne Sehnsucht nach den Mythen des Nordens? Wieso erstehen diese wieder auf in höchst profitablen Fantasywelten voller Zwerge, Elben und Drachen? Darauf gibt es eine einfache und eine tiefergehende Antwort, schreibt die Literaturwissenschaftlerin Katharina Maier in einem klugen Beitrag ab Seite 16, den ich Ihnen besonders empfehlen möchte.

Noch fremdartiger als die Glaubenswelt unserer keltischen und germanischen Vorfahren erscheint diejenige im ganz hohen Norden. Was es mit dem monströsen Mischwesen „Tupilak“ auf sich hat, das Schamanen in Grönland zum Leben erwecken wollten, beschreibt die Ethnologin Christine Zackel ab Seite 22. Inzwischen tritt diese bizarre Kreatur ebenfalls in neuem Gewand auf: Aus dem Tod- und Unglücksbringer wurde ein beliebtes Souvenir für Touristen. Auch die Grönländer verstehen es, ihre Mythen lukrativ zu vermarkten.


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