G/GESCHICHTE 02/2016

Die Deutschen Kolonien

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Deutsche Kolonien»Ich will keine Kolonien«: Warum Bismarck seine Meinung doch noch änderte  
Die Kongogräuel: Leopold II. von Belgien trickste beim »Wettlauf um Afrika«  
Die Welt wird aufgeteilt: Entwicklung des Kolonialismus seit den großen Entdeckern  
Wasser gegen Kugeln: Die Stämme Deutsch-Ostafrikas leisteten Widerstand   
Hitlers Vorbild: Gründer der ersten deutschen Kolonie Carl Peters wollte leben wie ein »Herrenmensch«  
Bismarcks Mann in Afrika: Hermann von Wissmann durchquerte als erster Europäer Afrika Als Gouverneur versagte er  
Die Anfänge von »Südwest«: Missionare, Bergbau, Kaufleute  
Der Herero-Aufstand: Völkermord in Deutschlands Namen  
Im Interview: Der Autor Bernhard Jaumann über den Völkermord von 1904  
Die Kolonien in der Südsee: Zwei Gouverneure bemühen sich um ein humanes Regime  
Im Namen des Herren: Missionare zwischen Idealismus, Glaube und Politik 
»Ein deutsches Hongkong«: Das Fischerdorf Tsingtau sollte eine Musterkolonie werden 
Ode an die Freude: Deutsche Kriegsgefangene in Japan 
Menschen im Zoo: Völkerschauen machten »Wilde« zu lebenden Ausstellungsstücken 
Das Ende der Kolonien: 1918 verlor Deutschland alle Kolonien

Serie: Hotels – Das Mandarin Oriental in Bangkok 
Geschichte im Alltag: Der Zwieback 
Porträt:Pierre-Auguste Renoir   

Das deutsche Kolonialreich währte relativ kurz. Es existierte gerade einmal 30 Jahre, von 1884 bis 1914, und war schon bei den Zeitgenossen umstritten. Manche waren restlos begeistert von der Idee, dass Deutschland über ein weltumspannendes Empire gebieten könnte, das dem Großbritanniens vergleichbar wäre. Viele sahen in den Kolonien die Möglichkeit, ein freieres, aufregenderes Leben voller Exotik und fern der sozialen Probleme des eigenen Landes zu führen oder gesellschaftlich aufzusteigen. Andere kritisierten jedoch die meist brutale Ausbeutung der indigenen Bevölkerung – oder auch, dass die Kolonien den Steuerzahler nur Geld kosten würden.Denn die Gründung der deutschen Kolonien ging meist von Wirtschaftsunternehmen aus. Händler und Kaufleute erwarben recht einfach – durch betrügerische Verträge und falsche Versprechungen – Land in Afrika und der Südsee und rekrutierten mit Gewalt Arbeitskräfte unter den dort ansässigen Bevölkerungsgruppen. Regte sich Protest unter den Einheimischen, forderten sie den deutschen Staat auf, ihre Unternehmungen zu schützen, etwa durch Soldaten – daher die irreführenden Begriffe »Schutzgebiete« und »Schutztruppen« – oder eben durch finanzielle Zuschüsse.Unser Titelbild zeigt einen Deutschen beim Springen auf einem Zebra in Deutsch-Ostafrika um 1905. Die deutschen Truppen in Afrika setzten neben Zebras auch Ochsen und Kamele als Reittiere ein. Die Tiere bekamen sie unter anderem von dem Tierhändler Carl Hagenbeck, der auch die Völkerschauen im Kaiserreich populär machte, bei denen Menschen aus den Kolonien im Zoo präsentiert wurden.

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