G/GESCHICHTE 01/2018

Hauptthemen dieser Ausgabe

King Kong in der Reichskanzlei Adolf Hitler als Filmjunkie – Hollywood und Hakenkreuz Der Pakt zwischen den Studiobossen und dem „Dritten Reich“ – Von Nazis und Mäusen Disneyfilme fürs deutsche Kino – Der falsche Mann für London Joseph Kennedy als US-Botschafter mit äußerst dubiosen Ansichten – American Nazi Der Amerikadeutsche Bund DAB und „Bundesführer“ Fritz Kuhn – Das Lindbergh-Rätsel Wieso die Fliegerlegende in die völlig falsche Richtung steuerte – Zeittafel Dunkle Jahre in Europa – Zu 95 Prozent für Hitler Wendehals und NSDAP-Auslandspressechef Ernst Hanfstaengl – Von Hitlers Held zum Idol der Welt Warum ein Bild von Henry Ford im Münchner Nazi-Hauptquartier hing – Wenn Lochkarten Todesurteile sind IBM-Technologie half beim Völkermord in Europa – Fanta für die Heimatfront Coca-Cola war bereits im „Dritten Reich“ populär. Als der Nachschub ausblieb, musste ein Ersatz her – Mit Nazi-Technik zum Mond Wernher von Braun wollte seine Visionen verwirklichen. Wer sie finanzierte, war für ihn zweitrangig – „Trump hat die extreme Rechte gestärkt“ Im Interview: Der Politologe und USA-Kenner Curd Knüpfer über den Zulauf zu Gruppen wie dem Ku-Klux-Klan

Weitere Themen
Blickpunkt
Kannibalismus – Mehr als Hunger und Verbrechen

Serie: „Tiere schreiben Geschichte“
Das Kamel – Verkanntes Genie mit Höckern

Geschichte im Alltag
Die Sternsinger – Wenn Kinder Könige werden

Porträt
Kaiserin Theophanu – Die mächtigste Frau des Abendlands

Charles Lindbergh und Joseph Kennedy, der Vater des späteren US-Präsidenten, hatten einiges gemeinsam: Beide sympathisierten mit dem „Dritten Reich“, beide sprachen sich auch noch nach dem Kriegsbeginn in Europa für eine strikte Neutralität der USA aus und beide hatten Ressentiments gegenüber den Juden. Übertroffen wurde ihr Antisemitismus jedoch durch den Autokönig Henry Ford, der bereits in den 1920er-Jahren eifrig antijüdische Pamphlete verfasst hatte, die als „Der internationale Jude“ auch in Deutschland publiziert wurden.

Seit 1938 produzierte Ford in Berlin Lastwagen für die Wehrmacht. Bei Weitem nicht die einzige US-Firma, die gute Geschäfte in Nazi-Deutschland machte: Einige waren vergleichsweise harmlos wie Coca-Cola mit seiner Ur-Fanta aus Molke, andere erbärmlich, wie Hollywoods Selbstzensur. Furchtbarste Konsequenzen hingegen hatte die Zusammenarbeit von IBM mit der braunen Diktatur. IBM-Maschinen für Lochkarten perfektionierten die Datenerfassung für den Holocaust.

Bei aller berechtigten Kritik darf jedoch nicht vergessen werden, dass die USA schon vor dem offiziellen Kriegseintritt im Dezember 1941 den Gegnern Hitlers zur Seite standen. Mit dem „Lend-Lease Act“ (Leih- und Pachtgesetz) wurde kriegswichtiges Material an Großbritannien „verliehen“, ohne dass sofort bezahlt werden musste. Eine Abkehr von Prinzip der konsequenten Neutralität, die Roosevelt mit dem Kommentar rechtfertigte: „Wenn es bei meinem Nachbarn brennt, dann werde ich ihm selbstverständlich meinen Gartenschlauch leihen.“

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