G/GESCHICHTE 02/2017

Mythos Berge

Hauptthemen dieser Ausgabe

Tenzing Norgay Als Erster auf dem Mount Everest – Reinhold Messners Erbe Die Messner-Mountain-Museen und ihr Einsatz für die Kultur der Bergvölker – Vergessene Himalayastürmer Die Forschungsexpedition der Brüder Schlagintweit – Fakten & Zahlen Alpines Wissen für Flachlandtiroler – Der Berg ruft Wie Hütten und Wegweiser in die Alpen kamen – Trittsicher durch Steinbockblut Tierische Bergbewohner und die Jagd nach magischen Kräften – Leben mit der Angst Wie Bergler mit der ständigen Gefahr von Lawinen umgehen – Eiger-„M“ordwand Die ersten Versuche, die steilste Nordwand der Alpen zu bezwingen – G/Geschichte für Kinder Heidis heile Bergwelt – Der Bergonkel Luis Trenkers bunte Karriere – Herr Wolf im Schafspelz Wieso Hitler den Obersalzberg zum „Führersperrgebiet“ machte – Auf dem Oregon-Trail Der harte Weg der Siedlertrecks über die Rocky Mountains – 72 Tage auf 4000 Metern Absturz in den Anden – Felskirche in Äthiopien Versetzt Glaube Berge? – Uluru Warum den Ureinwohnern Australiens der Ayers Rock heilig ist

 

Weitere Themen

Blickpunkt

Vom „Knochenschüttler“ zum Statussymbol – 200 Jahre Fahrrad

Neue Serie: „Menschen und Gärten“

Claude Monets Farbenparadies  – Der Garten Giverny

Geschichte im Alltag

Der Stinkefinger – Uralte Geste mit eindeutiger Botschaft

Porträt

Umberto Eco – Italiens großer Querdenker

Warum steigen Menschen auf Berge? Für den Dichter Petrarca war die Antwort einfach: um das Wunder der göttlichen Schöpfung von oben betrachten zu können. 1336 hatte der Italiener den Mont Ventoux in der Provence bestiegen und diese Erfahrung in einem Brief seinem Freund geschildert. Das Mittelalter sah in den Bergen ungezähmte Natur, eine Heimat teuflischer Dämonen. Doch der Renaissancemensch Petrarca ist nicht nur von der wilden Schönheit des Mont Ventoux fasziniert, sondern erkennt auch, dass eine Begegnung mit einem Berg Menschen verändert.

„Wo Mensch und Berg sich begegnen, ereignen sich große Dinge, die sich im Gedränge der Straßen nicht verwirklichen lassen,“ wird später der romantische Dichter William Blake schreiben. Egal, ob Edmund Hillary oder Reinhold Messner, es sind außergewöhnliche Menschen, die sich mit den Bergen messen. Und sie kehren oft mit dem Willen vom Gipfel zurück, die Welt „da unten“ zu verbessern. Hillary baut Schulen und Krankenhäuser für die Sherpas, Messner eröffnet Museen, die für ein ökologisches Umdenken werben.

Doch Berge können auch ungemein grausam sein. Die Eiger-Nordwand ist eine Todesfalle, die keinen Fehler verzeiht, und auch den Versuch, die Rocky Mountains zu überqueren, bezahlten viele Pioniere im 19. Jahrhundert mit ihrem Leben. Vielleicht sollte man der Weisheit der australischen Aborigines folgen und die Berge ihren angestammten Bewohnern überlassen: den Göttern und den Ahnen.

 

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