G/GESCHICHTE 02/2015

Winston Churchill – Der letzte Held des Empire

Haupt-Themen dieser Ausgabe:
 
Erwachsen werden - Warum Winston Churchill die Schule haste
Khartum muss fallen - Churchill im Krieg gegen den Gottesstaat des Mahdi im Sudan
Berechnend wild - Wie Churchill als junger Abgeordneter das Parlament aufmischte
Fatale Fehler - Das Desaster von Gallipoli und Churchills Krieg gegen die Bolschewisten
Einsamer Mahner - Churchill gegen die Appeasement-Politik
Allein gegen Hitler - Churchill als unbeugsamer Kriesgpremier im Zweiten Weltkrieg
Lawrence, de Gaulle & Co - Churchills Freunde und Weggefährten
Schmetterlinge und Zigarren - Churchill privat
Geschichte schreiben - Warum Churchill den Literaturnobelpreis bekam
Big Ben schweigt - Das Staatsbegräbnis für Churchill
British Idol - Margaret Thatcher und ihre gefährliche Liebe zu Churchill
Einfach unvergleichlich - Interview mit Karina Urbach über Churchills Bedeutung
 
 
Winston Churchill – Der letzte Held des Empire
 
“Wir werden niemals kapitulieren!” Mit dieser trotzigen Antwort reagierte Churchill auf den Vorschlag von Außenminister Lord Halifax, mit Hitler Friedensverhandlungen aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt, es ist der 28. Mai 1940, steht Großbritannien nach dem Desaster der Alliierten in Frankreich am Abgrund. Doch Verhandlungen sind für Churchill keine Option. Er ist ein Krieger, aufgewachsen in einem Empire, das sich berufen fühlte, die Welt zu beherrschen. Als junger Husar hatte er gegen die Pathanen am Khyberpass gekämpft und im Sudan gegen die Derwische des Mahdi. Nun also ging es gegen die “vertierten Horden der Hunnensoldateska”.
Ein entfesselter Churchill war eine Urgewalt, die man schwer kontrollieren konnte. Dies hatte er schon im Ersten Weltkrieg bewiesen: Entgegen aller Ratschläge setzte er als Marineminister eine alliierte Landung auf der Dardanellenhalbinsel Gallipoli durch – die Mission endete in einem blutigen Desaster. Und auch sein “privater Krieg” gegen die Bolschewisten während des russischen Bürgerkrieges war alles andere als durchdachte Strategie. 1940 aber verkörperte er die Hoffnung der Briten – und sollte sie nicht enttäuschen.
Churchill brillierte in vielen Rollen.
Er war ein erfolgreicher Journalist, espritvoller Historiker und als Familienvater eine recht gute Besetzung. Mit großer Freude inszenierte er sich als Genussmensch, bis die Zigarre und das Whiskyglas seine persönlichen Insignien wurden. Aber immer wieder wurde er vom “schwarzen Hund” geplagt, schweren Depressionen. Die “britische Bulldogge” war viel verletzlicher, als die Welt es ahnte.
 
 

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