G/GESCHICHTE 12/2014

Die Macht des Friedens – Eine Idee und ihre Geschichte

Haupt-Themen dieser Ausgabe:

Der Weihnachtsfriede von 1914 - Feinde feiern gemeinsam an der Westfront
Jesus und die Bergpredigt - Der erste Pazifist?
Gibt es einen gerechten Krieg? - Theologe Gerhard Beestermöller über Frieden und Gewalt
Die Quäker - Pazifismus als Religion
Der Westfälische Friede - Die Erfindung der Diplomatie
Zeittafel - Vom Augsburger Religionsfrieden bis zur KSZE–Schlussakte
Bertha von Suttner - Die Tochter eines Feldmarschalls schreibt »Nieder mit den Waffen!«
Der Friedensnobelpreis - Oft vergeben nach dem Prinzip Hoffnung
Das Rote Kreuz - Was Henri Dunant zu seiner Gründung inspirierte
Nobelpreisträger 2014 - Kailash Satyarthi und Malala Yousufzai kämpfen für Kinderrechte
Mahatma Gandhi - Gewaltloser Widerstand durch Fasten und Salzmarsch
Friedenssymbole - Was bedeuten Friedenstaube, Ölzweig, Peace– und Victory–Zeichen?
Der Dalai Lama - Aus Tibet vertrieben wird er im Exil zum Superstar für Sinnsuchende
Nelson Mandela - Der Staatsfeind Nr. 1 und sein langer Weg in die Freiheit
Der Nahostkonflikt - Wie stehen die Chancen auf Frieden zwischen Palästinensern und Israelis?
 
 
Die Macht des Friedens – Eine Idee und ihre Geschichte
 
“Auge um Auge — und die ganze Welt wird blind sein”, predigte Indiens Apostel der Gewaltlosigkeit. Gandhis Vorbild von Satyagraha, dem friedlichen Widerstand, inspirierte Martin Luther King und Desmond Tutu, die beide gewaltlos für eine Welt ohne Rassenschranken kämpften. Am Ende siegten sie, ohne dass es Besiegte gab. Ist Gandhis Lehre also der Königsweg in eine bessere Welt? Leider nein. Martin Luther King und Desmond Tutu konnten an die christlichen und politischen Ideale ihrer “Gegner” appellieren und genossen durch ihr kirchliches Amt Schutz.
“Dass ein Mann bisweilen Gewalt anwenden muss, um sich und vor allem seine Kinder zu retten”, schrieb 1939 der jüdische Philosoph Martin Buber an Gandhi, nachdem der Mahatma die deutschen Juden zum Satyagraha gegen Hitler aufgefordert hatte. Aber ein Zeugnis, das nicht zur Kenntnis genommen würde, sei ein “in den Wind geworfenes Märtyrertum”, argumentiert Buber. Und er fragt den Inder: “Wissen Sie, was ein Konzentrationslager ist und wie es darin zugeht?”
Frieden kann nur durch Gerechtigkeit erreicht werden – und dies muss im Notfall auch den Einsatz von Waffen bedeuten, um Wehrlose zu schützen. Aber jeder kleine Schritt zu einer gerechteren Welt erhöht unsere Chance, dass die Friedens-Utopie Realität wird. Und es sind Menschen wie die diesjährigen Nobelpreisträger Malala Yousafzai und Kailash Satyarthi, die uns auf diesem Weg Hoffnung machen!
 
 
 
 

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